Halli und Hallo liebe Zurückgebliebene.
Vor acht (8!) Jahren habe ich das letzte Mal über Australien berichtet. Da merkt man erst mal, wie alt man plötzlich ist. Jedenfalls habe ich die letzten 8 Jahre damit verbracht, von Australien nach Kolumbien zu schwimmen, daher gabs auch nichts zu berichten. Logischerweise. Nun bin ich letzten Freitag hier in Kolumbien, in Bogotá, aus dem Wasser gekrochen und habe beschlossen, für Interessierte und Nicht-Interessierte ein paar fiktionale Berichte zu verfassen.
Jetzt fragt Ihr Euch: Warum ändert er nicht den Blognamen und oder das Foto? Die simple Antwort: Faulheit.
Vor acht (8!) Jahren habe ich das letzte Mal über Australien berichtet. Da merkt man erst mal, wie alt man plötzlich ist. Jedenfalls habe ich die letzten 8 Jahre damit verbracht, von Australien nach Kolumbien zu schwimmen, daher gabs auch nichts zu berichten. Logischerweise. Nun bin ich letzten Freitag hier in Kolumbien, in Bogotá, aus dem Wasser gekrochen und habe beschlossen, für Interessierte und Nicht-Interessierte ein paar fiktionale Berichte zu verfassen.
Jetzt fragt Ihr Euch: Warum ändert er nicht den Blognamen und oder das Foto? Die simple Antwort: Faulheit.
Aber nun zum eigentlichen Thema: Kolumbien ist der Wahnsinn. Bisher. Meine erste Station war Bogotá (das a wird betont). Bogotá liegt 2600 m über dem Meeresspiegel, hat ca. drölf Millionen Einwohner und ist riesig. Um mir mal einen Überblick zu verschaffen und der Höhenkrankheit nach oben zu entkommen habe ich am ersten Tag mit 1l Wasser und 70 Kubikmeter Jetlag den Cerro Monserrate bestiegen, quasi den Hausberg Bogotás. Es gibt zwar eine Standseilbahn nach oben, da standen aber so viele Menschen. 2,2 km, 500 Höhenmeter und 45 Minuten später bot sich dann wie erwartet ein schöner Ausblick über die Stadt (siehe Bilder). Wie man auf den Bildern schon sehen kann, ist das Wetter in Bogotá sehr wechselhaft und man ist eigentlich nie richtig angezogen. Zwischen frieren und Sonnenbrand ist innerhalb einer halben Stunde alles drin. Im Anschluss habe ich noch das Museo del Oro besucht und ein, zwei Goldohrringe mitgehen lassen.
Sonntag habe ich eine Fahrradtour durch Bogotá gemacht, geführt selbstverständlichkeit, ich bin ja nicht lebensmüde. Die Tour führte uns auch in entlegenere Gegenden Bogotás und hat einen netten Einblick in die ältere und neuere Geschichte Bogotás gewährt. Graffiti sind hier übrigens total in und wichtig für die kulturelle Identität. Auf der Tour durften wir auch das hervorragende Spiel Tejo kennen lernen. Im Grunde geht's darum, ein Ziel mit Steinen zu bewerfen bis es rummst.
Auf der Fahrradtour und im Laufe der letzten Woche habe ich auch ein paar Leute kennen gelernt, die sich meiner armen Seele angenommen haben.
Sonntag habe ich den Nachtbus nach Salento genommen, nicht zu verwechseln mit der italienischen Halbinsel Salento, die wahrscheinlich nicht mal annähernd so schön ist. Salento liegt zwischen Bogotá und Medellín in den Anden und ist Ausgangspunkt für einige hervorragende Wanderungen. An einigen Stellen bietet sich ein Postkartenpanorama, dass die Schweiz vor Neid erblassen lässt. Näheres in den Fotos. Am Mittwoch stand der Besuch einer Kaffeefarm an. Ich habe völlig vergessen zu erwähnen, dass Salento im Kaffeedreieck liegt und der Name nicht ohne Grund gewählt wurde: Hier wird Kaffee angebaut. Im großen Stil. Anders als gewisse andere berühmte kolumbianische Produkte muss der Kaffee aber nicht illegal außer Landes gebracht werden. Jedenfalls habe ich jetzt offiziell einen Kaffeestrauch gepflanzt und sogar eine Tasse Kaffe getrunken. War forschtbar.
Mittwoch gings nach Filandia, der kleinen Schwester von Salento. Wir haben uns Mountainbikes ausgeliehen und sind eine Stunde durch malerische Landschaften bis nach Quimbaya den Berg runtergeheizt, es war die reinste Freude (Matthias weiß, wovon ich rede).
Donnerstag bin ich zehn lange Stunden im Bus nach Medellín gefahren. Medellín mag dem ein oder anderen ein Begriff sein als Hauptstadt Antioquias oder als innovativste Stadt der Welt des Jahres 2012 oder wegen seiner neuromanischen
Lehmziegel-Basilika oder oder oder. Am Freitag sind wir mit Tourguide ein bisschen durch die comunidad trece gelaufen, ein harmloser Stadtteil mit netten Leuten und Graffiti. Man mag kaum glauben, dass hier noch vor wenigen Jahren einer der schlimmsten Drogenkriege des 20. Jahrhunderts gewütet haben soll und sich Pablo Escobar hier mit seiner Privatarmee und den Sicarios verschanzt hat. Es gibt eine Bibliothek, eine ziemlich schicke Highschool und eine Rolltreppe, die der Stolz ganzen Region ist. Alles in allem fühlt man sich eher wie auf einem Volksfest. Obwohl das Viertel natürlich immer noch arm ist. Gestern stand dann noch der Parque explora auf dem Programm, ein Museum mit Aquarium und interaktiver Ausstellung über alle möglichen Themen. Bisher bin ich also weder gestorben, noch ausgeraubt worden und habe auch noch keine abgefahrenen Krankheiten abgefasst, abgesehen von denen, die ich eingeschleppt habe. Kolumbien ist wahnsinnig vielseitig und schön und ich war noch nicht mal an der Karibikküste. Da geht's Dienstag hin.
Ich hoffe, zu Hause geht's allen gut. Ich hab hier alles im Griff.Sonntag habe ich eine Fahrradtour durch Bogotá gemacht, geführt selbstverständlichkeit, ich bin ja nicht lebensmüde. Die Tour führte uns auch in entlegenere Gegenden Bogotás und hat einen netten Einblick in die ältere und neuere Geschichte Bogotás gewährt. Graffiti sind hier übrigens total in und wichtig für die kulturelle Identität. Auf der Tour durften wir auch das hervorragende Spiel Tejo kennen lernen. Im Grunde geht's darum, ein Ziel mit Steinen zu bewerfen bis es rummst.
Auf der Fahrradtour und im Laufe der letzten Woche habe ich auch ein paar Leute kennen gelernt, die sich meiner armen Seele angenommen haben.
Sonntag habe ich den Nachtbus nach Salento genommen, nicht zu verwechseln mit der italienischen Halbinsel Salento, die wahrscheinlich nicht mal annähernd so schön ist. Salento liegt zwischen Bogotá und Medellín in den Anden und ist Ausgangspunkt für einige hervorragende Wanderungen. An einigen Stellen bietet sich ein Postkartenpanorama, dass die Schweiz vor Neid erblassen lässt. Näheres in den Fotos. Am Mittwoch stand der Besuch einer Kaffeefarm an. Ich habe völlig vergessen zu erwähnen, dass Salento im Kaffeedreieck liegt und der Name nicht ohne Grund gewählt wurde: Hier wird Kaffee angebaut. Im großen Stil. Anders als gewisse andere berühmte kolumbianische Produkte muss der Kaffee aber nicht illegal außer Landes gebracht werden. Jedenfalls habe ich jetzt offiziell einen Kaffeestrauch gepflanzt und sogar eine Tasse Kaffe getrunken. War forschtbar.
Mittwoch gings nach Filandia, der kleinen Schwester von Salento. Wir haben uns Mountainbikes ausgeliehen und sind eine Stunde durch malerische Landschaften bis nach Quimbaya den Berg runtergeheizt, es war die reinste Freude (Matthias weiß, wovon ich rede).
Donnerstag bin ich zehn lange Stunden im Bus nach Medellín gefahren. Medellín mag dem ein oder anderen ein Begriff sein als Hauptstadt Antioquias oder als innovativste Stadt der Welt des Jahres 2012 oder wegen seiner neuromanischen
Lehmziegel-Basilika oder oder oder. Am Freitag sind wir mit Tourguide ein bisschen durch die comunidad trece gelaufen, ein harmloser Stadtteil mit netten Leuten und Graffiti. Man mag kaum glauben, dass hier noch vor wenigen Jahren einer der schlimmsten Drogenkriege des 20. Jahrhunderts gewütet haben soll und sich Pablo Escobar hier mit seiner Privatarmee und den Sicarios verschanzt hat. Es gibt eine Bibliothek, eine ziemlich schicke Highschool und eine Rolltreppe, die der Stolz ganzen Region ist. Alles in allem fühlt man sich eher wie auf einem Volksfest. Obwohl das Viertel natürlich immer noch arm ist. Gestern stand dann noch der Parque explora auf dem Programm, ein Museum mit Aquarium und interaktiver Ausstellung über alle möglichen Themen. Bisher bin ich also weder gestorben, noch ausgeraubt worden und habe auch noch keine abgefahrenen Krankheiten abgefasst, abgesehen von denen, die ich eingeschleppt habe. Kolumbien ist wahnsinnig vielseitig und schön und ich war noch nicht mal an der Karibikküste. Da geht's Dienstag hin.




















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