Donnerstag, 25. August 2011

Fortsetzung

Hallo liebe Zurückgebliebenen,

ich hatte eben technische Schwierigkeiten, hab es aber mit letzter Kraft noch geschafft, das halbfertige Werk zu veröffentlichen. Kommt die zweite Hälfte eben jetzt. Wir befinden uns immer noch in einem Nationalpark vor den Toren von Victor Harbor, als wir Folgendes erblickten...

Linda füttert zwei Kängurus auf einmal!
... und ich meine nicht Linda. Sondern eine Herde, ach was sag ich, sämtliche Kängurus Australiens! Nachdem wir erst ein wenig ängstlich waren, schließlich sind die Viecher gut 1,50m groß und kommen schnurstracks auf einen zugehüpft (weil sie wissen dass du Futter hast, die Schlawiner), haben wir nachher eine solide vertrauensbasierte Beziehung aufbauen können und durften sogar die Kinder kennen lernen (siehe Foto).













Koalabär
Wenig später trafen wir auf die Koalabären, missmutige, stoffelige, relativ faule Tiere. Der Großteil hing pennend im Baum, einer hat wie irre an einem Ast gezerrt um ihn sich einzuverleiben. Zusammenfassend sind sie wohl die Gaddafis der Tierwelt: Einsiedlerisch, seltsames Verhalten, nicht sehr ansehnlich, und doch auf eine gewisse Art unfreiwillig komisch.














Wombat
Was soll ich zu diesen Tieren schreiben? Das Foto sagt alles. Gehört auch in die Reihe "Dinge, die es nur in Australien gibt".












Matthew Flinders
Unsere Reise führte uns weiter in den Norden nach Adelaide, der nach Ludwigshafen wahrscheinlich uninteressantesten Stadt der Welt. Alles, was Adelaide ausmacht liegt im Prinzip außerhalb von Adelaide: Kangaroo Island, Weingute, Flinders National Park und Hahndorf. Der Flinders National Park ist ebenso wie das Denkmal rechts Matthew Flinders gewidmet, einem britischen Forschungsreisenden, der Anfang des 19. Jahrhunderts als erster Australien umsegelt hat. Er schlug auch den Namen Australien vor, der den bisherigen Namen Neuholland ersetzte (also wirklich, Neuholland, was für ein dämlicher Name für einen Kontinent). Auf seiner Rückreise nach England wurde er trotz Geleitbriefes auf Mauritius vom dortigen französischen Gouverneur gefangen genommen und über 6 Jahre lange gefangen gehalten (und das bei einem erreichten Lebensalter von 40 Jahren). Kein Wunder, dass die Franzosen so unbeliebt sind.




Deutschland in Australien
Einige aufmerksame Leser haben wahrscheinlich schon aufgehorcht, als Hahndorf oben erwähnt wurde. Ja, es ist ein deutscher Name. Hahndorf ist die älteste von Deutschen erbaute Siedlung in Australien und gleichzeitig auch die größte. Sie wurde 1839 von deutschen Lutheranern gegründet, die keine Lust mehr auf Deutschland hatten und stattdessen lieber Abenteuerurlaub auf der anderen Seite der Erde machen wollten. Dabei half ihnen ein Kapitän Hahn, der sie sicher und in läppischen 4 Monaten um den halben Erdball schipperte, in Australien absetzte und ihnen sogar bei der Gründung ihres Dorfes half. Noch heute kann man daher in Hahndorf "deutsches" Essen einkaufen, wie German Sausages, Apple Strudel oder halt deutsche Konservendosen. Was in Deutschland geschätzte 99 Cent kosten würde, kostete im German Pantry luschige 8 Dollar. Hauptsache Original.

Nach Adelaide endete dann die kleine Reise durch Australien mit dem Rückflug nach Sydney. Zwischen Melbourne, unserer ersten Station, und Adelaide sind wir etwa 1300 km Auto gefahren, haben die wichtigsten Touristenziele entlang der Strecke bestaunt, die Aussies ein wenig kennen gelernt und uns ans Klima gewöhnt. Der versprochene Bericht über die Arbeit im Krankenhaus wird bis auf Weiteres verschoben, kommt aber definitiv noch. Ich hoffe, zu Hause läuft alles rund und es geht allen gut.

Grüße North Sydney, Benni


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